Festspielhaus Hellerau

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Lea Pischke, Perfoming Arts 20.-27.05./ 11.-18.6.

Darija-Dérija

Lea Pischke, Perfoming Arts 20.-27.05./ 11.-18.6.

Der einzige Bezug, den ich als Tänzerin zum arabischen Raum kenne, ist die Figur der „Arabeske” im klassischen Tanz, welche zur Zeit der italienischen Renaissance aus der orientalischen Baukunst ihren Einzug in die europäische Tanzwelt gehalten hat, und gemeinsam mit der Pirouette bis heute symbolhaft für die traditionelle Tanzkunst in Europa steht.


Meine Recherche wird sich in drei Teile aufteilen: die Beforschung der europäischen Arabeske aus der Perspektive des zeitgenössischen Tanzes, die arabische Arabeske als Stilfigur der orientalischen Baukunst und ihre Übertragung in Bewegung, sowie die Konzeption einer „Darijeske”, also einer getanzten Arabeske des Darija, des zeitgenössischen, mit anderen sprachlichen Einflüssen durchmischten marokkanischen Arabischs.

Das Konzept ist als eine Art zyklische Gegenintegration zu verstehen. Die Arabeske wurde aus dem orientalischen Raum in den europäischen integriert, wanderte von der Architektur und Teppichkunst zum tanzenden Körper und nun über mich weiter zurück zu einem Arabisch, das selbst über die Jahrhunderte eine Wandlung durchlaufen hat.

Lea Pischke (DE / FR / ENG) ist Tänzerin und Choreographin mit einem Diplom in Bildender Kunst der École Supérieure des Beaux-Arts de Marseille (Hochschule für Kunst Marseille) und einem Master in Kreativer Musiktechnologie der School of Performing Arts, Bath Spa University, England. Sie vervollständigte ihre Ausbildung in Tanz und Choreographie an der Tanzfabrik Berlin (DE), SEAD Salzburg (AT) und P.A.R.T.S. Brüssel (BE). Ihre jüngsten Arbeiten konzentrieren sich auf das Erbe von Tanz, Musik und Politik mit Bezug auf Jacques Derrida (Spectral Schematics) mit Residenzen am RAMDAM, un centre d’art, Lyon und dem Centre National de la Danse, Paris, sowie auf die Konfrontation von Schaffungs- und Aufführungsmethoden aus dem zeitgenössischen Tanz mit Prozessen der Softwareentwicklung (Die Zeughaus - Serie) mit freundlicher Unterstützung von der Andrea von Braun Stiftung und der Stadt Köln. Ihre Arbeiten wurden an verschiedenen Orten zur Aufführung gebracht, darunter: Ada Studio, Laborgras, Uferstudios Berlin (DE), Rosas Performance Space (BE), Théâtre de Vanves Paris (FR), Nationalpalast der Kultur Sofia (BG). Zur Zeit beschäftigt sie sich mit einem Solo als einer Form der „Gegenintegration” in das marokkanische Arabisch mit Unterstützung eines Kulturaustauschstipendiums

Europäisches Zentrum der Künste Dresden

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